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Schweiz

Die Nationalmannschaft der Schweiz am 22. August 2007 in Genf; Rechte: dpa

Verunsichert ins Heimspiel

Nach derben Klatschen in der Vorbereitung hofften die Eidgenossen auf Wiedergutmachung

Das 0:4-Fiasko der Schweiz gegen Deutschland im Vorfeld hatte die Stimmung im Land des Co-Gastgebers nicht gerade beflügelt. Zumal auch die vorherigen EM-Testspiele in England (1:2), gegen Nigeria (0:1) sowie gegen die USA (0:1) verloren gingen. "Wir haben das abgehakt. Jede Mannschaft hat mal eine gute und eine schlechte Phase", meinte Tranquillo Barnetta von Bayer Leverkusen. So hoch hatten die Eidgenossen allerdings seit Mai 1984, als sie gegen Spanien ebenfalls ein 0:4 kassierten, daheim nicht mehr verloren.

Das Selbstbewusstsein der Schweizer Nationalmannschaft war vor der dritten EM-Endrunden-Teilnahme nach 1996 und 2004 durch die Blamage von Basel etwas lädiert - und Nationaltrainer Jakob "Köbi" Kuhn war vor seiner letzten großen Aufgabe mehr denn je im Visier der Kritik. "Wir müssen uns bei der EM rehabilitieren", hoffte der 64-Jährige, der nach der Euro von Ottmar Hitzfeld abgelöst wird.

Von seinem Ziel, mindestens das Viertelfinale zu erreichen, rückte Kuhn auch nach der Pleite gegen Deutschland nicht ab: "Soll denn das Ziel nun sein: Mitmachen ist wichtiger als gewinnen? Nein, das kann es nicht sein." Pech hatte sein Team schon bei der WM 2006 in Deutschland, als es im Achtelfinale der Ukraine mit 0:3 im Elfmeterschießen unterlag. 1996 und 2004 kam das Aus für die Schweiz jeweils schon nach den Gruppenspielen.

Auch bei der Heim- EM lief es nicht besser: Auftaktniederlage gegen Tschechien, eine weitere Niederlage gegen die Türkei - das war's auch schon für die Eidgenossen. Ein Sieg im abschließenden Spiel gegen Portugal stimmte zumindest versöhnlich - und sorgte für einen entspannten Abschied von "Köbi" Kuhn.

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