Portraet

Portugal

Die portugiesische Nationalmannschaft am 13. Oktober 2007 in Baku/Aserbaidschan; Rechte: dpa

Christiano Ronaldo und Deco im Blickpunkt

Der Vize-Europameister wollte mit Trainer Scolari diesmal ganz nach oben

Vier Jahre nach dem EM-Finale in der Heimat und zwei Jahre nach dem vierten Platz bei der WM in Deutschland wollten die Portugiesen an ihre guten Leistungen bei den vergangenen beiden großen Turnieren anknüpfen. Die zum fünften Male für eine EM -Endrunde qualifizierte Mannschaft hatte in der Vorrundengruppe A mit Gastgeber Schweiz, Tschechien und der Türkei die Favoritenrolle inne - und unterstrich diese eindrucksvoll. Doch bereits im Viertelfinale war gegen eine - an diesem Abend glänzend aufgelegte - deutsche Mannschaft Schluss.

Trainer Luiz Felipe Scolari, der 2002 Brasilien zum WM-Titel führte und seit fünf Jahren das portugiesische Team betreut, scheidet nach der Euro-Endrunde als Teamchef Portugals aus. Der brasilianische Coach verfügte bei seinem letzten großen Turnier als Chefcoach  nach wie vor über eine glänzende Mannschaft, wenn auch in Luis Figo der letzte Vertreter der "Goldenen Generation" nicht mehr dabei ist. Dafür leuchtet der Stern von Cristiano Ronaldo umso heller, Deco verleiht der Mannschaft weiteren Star-Flair. Allerdings war der Mittelfeldspieler des FC Barcelona nach einer Verletzungspause noch nicht wieder in bester Form. Dennoch setzte Scolari auf Deco und auch auf Torhüter Ricardo, der bei Betis Sevilla ins zweite Glied gerutscht ist.

In der Qualifikation hatte sich der EM-Zweite mit nur einer Niederlage knapp hinter Polen durchgesetzt. Bester Torschütze war Cristiano Ronaldo mit acht Treffern. Bei der Neuauflage des EM -Finales von 2004 mussten sich die Portugiesen aber Ende März in einem Testspiel Griechenland mit 0:2 geschlagen geben.

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