Eishockey - Schweden ist Weltmeister

Die Schweden (v.l.) Victor Hedman, Marcus Kruger und Joel Lundqvist bejubeln einen Treffer gegen Kanada

Eishockey-WM

Eishockey - Schweden ist Weltmeister

Schweden hat die 81. Eishockey-Weltmeisterschaft gewonnen und Kanada den Titel-Hattrick verdorben.

Die Tre Kronor besiegte am Sonntagabend (21.05.2017) Kanada im Endspiel in Köln mit 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen und holte ihr zehntes WM-Gold. Die Kanadier verpassten durch die Niederlage ihren dritten WM-Triumph in Folge und liegen mit 26 Titeln weiter knapp hinter Rekordweltmeister Russland (27 Titel). NHL-Verteidiger Victor Hedman (40.) von Tampa Bay Lightning erzielte im zweiten Drittel den kuriosen Führungstreffer, der Kanadas Torhüter Calvin Pickard (Colorado Avalanche) durch die Beine rutschte. Dem Ausgleich durch Ryan O'Reilly (42.) von den Buffalo Sabres ließ Nicklas Bäckström im Penaltyschießen den umjubelten Siegtreffer folgen.

Es war der erste WM-Gewinn Schwedens seit 2013. Gleichzeitig revanchierten sich die Skandinavier für das verlorene Olympia-Finale von Sotschi aus dem Jahr 2014. Damals hatte Kanada mit 3:0 gesiegt.

Schweden gewinnt nach Drama WM-Titel

Sportschau | 22.05.2017 | 00:53 Min.

Schweden mit Weltklasse auf dem Eis

Zu den Titelkämpfen in Köln und Paris war das Team von Trainer Jon Cooper ohne zahlreiche NHL-Stars wie Sidney Crosby (Pittsburgh Penguins) und Connor McDavid (Edmonton Oilers) angetreten. Die Schweden schickten mit Star-Torhüter Henrik Lundqvist (New York Rangers), Jungstar William Nylander (Toronto Maple Leafs) und Mittelstürmer Bäckström (Washington Capitals) absolute Weltklasse auf das Kölner Eis.

Russland wieder Dritter

Russlands Spieler bejubeln den dritten Platz bei der Eishockey-WM 2017

Rekord-Weltmeister Russland hatte zuvor wie im Vorjahr Bronze geholt.Das Team von Trainer Oleg Znarok gewann gegen Finnland das Spiel um den dritten Platz im WM-Spielort Köln mit 5:3 (2:0, 2:1, 1:2). Nikita Gussew (7. Minute/28.), Wladimir Tkatschjow (22.) in Unterzahl, Bogdan Kisselewitsch (29.) und Nikita Kutscherow (49.) schossen die Tore für den 27-maligen Weltmeister, der im Halbfinale tags zuvor nach 2:0-Führung noch 2:4 gegen Kanada verloren hatte.

Finnen plötzlich wieder dran

Gegen Finnland verspielten die Russen beinahe einen noch komfortableren Vorsprung. Von 0:4 kam der WM-Zweite des Vorjahres nach Treffern von Mikko Rantanen (40.), Mikko Lehtonen (42.) und Veli-Matti Savinainen (46.) noch auf 3:4 heran, ehe Kutscherow die Entscheidung besorgte. Finnland hatte sein Semifinale 1:4 gegen Schweden verloren.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag, 21.5., 22.50 Uhr

sid/dpa | Stand: 21.05.2017, 23:58

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