30 Jahre DTM

30 Jahre DTM

Die ersten Motoren der DTM-Rennwagen heulten vor 30 Jahren in Zolder, Belgien, auf. Dann Ausstieg, Comeback und einige Namenswechsel: Die DTM hat viele Geschichten parat.

30-jähriges DTM Jubiläum

1984: Erster Gesamtsieger der DTM, damals noch "Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft", ist Volker Strycek. Er gewinnt den Titel in seinem BMW 635 CSi, ohne eines der zwölf Rennen für sich zu entscheiden. Aktuell ist Strycek u.a. Opel-Sportchef und bildet Studenten aus.

1984: Erster Gesamtsieger der DTM, damals noch "Deutsche Produktionswagen-Meisterschaft", ist Volker Strycek. Er gewinnt den Titel in seinem BMW 635 CSi, ohne eines der zwölf Rennen für sich zu entscheiden. Aktuell ist Strycek u.a. Opel-Sportchef und bildet Studenten aus.

1986: Beate Nodes ist die erste PilotIN in der DTM. Im selben Jahr fährt die Deutsche beim AVUS-Rennen in Berlin aufs Podium.

1990: Ford geht. Audi kommt. Und wie! Gleich in der ersten Rennsaison von Audi triumphiert Hans-Joachim "Strietzel" Stuck im allradgetriebenen Audi V8 quattro. Beteiligt an Stucks Erfolg war der damalige Mercedes-Gast-Fahrer Michael Schumacher. Im letzten Rennen kollidiert Schumacher in der ersten Runde folgenschwer mit dem bis dahin noch Gesamtführenden BMW-Piloten Alberto "Johnny" Cecotto - Stuck ist Meister.

1992: Ellen Lohr gewinnt als erste und bisher einzige Frau ein DTM-Rennen. Am Hockenheimring setzt sich die Mercedes-Fahrerin gegen einen sichtlich enttäuschten Keke Rosberg (r.) durch.

1996: Die DTM wird international und wird Teil der ITC - International Touring Car Championship. Über die Hälfte der Rennen finden im Ausland statt, auch in Übersee. Am Ende der Saison steigen Opel und Alfa Romeo wegen der erhöhten Kosten aus der ITC aus. Die Ausfälle sind für die DTM nicht zu verkraften und bedeuten ihr Ende.

2000: Die DTM gibt ihr Comeback. Die Rennen sollen auch wieder im Ausland stattfinden. Da eine nationale Meisterschaft maximal ein Rennen im Ausland stattfinden lassen darf, wird ein erneuter Namenswechsel fällig. DTM steht nun für Deutsches Tourenwagen Masters.

2002: Laurent Aiello setzt mit vier Siegen in den ersten fünf Rennen den Grundstein für seinen Titel 2002. Der Audi-Pilot rettet seinen Vorsprung ins Ziel und kann sich am Ende nur knapp gegen gegen Mr. DTM, Bernd Schneider, durchsetzen.

2006: DTM Rekord-Gewinner Bernd Schneider triumphiert 2006 zum fünften Mal. Der heute 50-jährige hält zudem alle weiteren Fahrer-Rekorde: 43 Siege, 25 Pole Positions und 60 schnellste Runden.

2008: Timo Scheider gewinnt nach acht Jahren DTM-Zugehörigkeit sein erstes Rennen in Oschersleben. Doch das Jahr hat für ihn noch mehr zu bieten. Im letzten Rennen am Hockenheimring holt sich Scheider den ersten seiner beiden DTM-Titel. Auch DTM-Neuling Ralf Schumacher muss die Leistung der Audi-Konkurrenz neidlos anerkennen.

2011: Degradiert und gewonnen. Nach seiner Versetzung von Abt Sportsline zu Phoenix Racing beweist Audi-Pilot Martin Tomczyk sein außergewöhnliches Talent und fährt mit dem Wagen des Vorjahres zum Titel.

2012: Die dunklen Wolken gelten wohl eher der Konkurrenz. Nach 20 Jahren und 40 Siegen in der DTM-Historie greifen die Bayrischen Motoren Werke wieder an. 2012 gewinnen die DTM-Rückkehrer alles, was es zu gewinnen gibt. Der Kanadier Bruno Spengler siegt im letzten Rennen in Hockenheim und zieht so in der Fahrerwertung noch an Gary Paffett vorbei.

2014: 2014 präsentieren sich die DTM-Teilnehmer angriffslustig wie vor 30 Jahren. Jedoch unterscheiden sich die Rennwagen von heute deutlich von den "Oldtimern" der Saison 1984. Kohlefaser-Bremsen, DRS, elektronikgesteuerte Motoren mit rund 500 PS sind nur einige Daten, die die Überlegenheit der modernen Rennwagen untermauern. Quantitativ kann die Rennserie von 2014 allerdings nicht dagegenhalten. 1984 sind mit dem Alfa Romeo GTV6, den BMW-Modellen 323i und 635 CSi, dem Chevrolet Camaro, dem Ford Mustang, dem Rover Vitesse und dem Volvo 240 Turbo gleich sieben Tourenwagen am Start, die Siege holen.

Stand: 27.08.2015, 10:24 Uhr

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