Neue DTM steht für mehr Spektakel

Ganz enges Fahrerfeld beim Auftakt auf dem Hockenheimring

Zweites Rennwochenende am Lausitzring

Neue DTM steht für mehr Spektakel

Von Christian Hornung und Lysander Kempe

Der DTM-Auftakt in Hockenheim hat es bereits angedeutet: Die neuen Regeln garantieren deutlich mehr Spektakel. sportschau.de zeigt, was die Fans an diesem Wochenende auf dem Lausitzring an Action erwarten dürfen.

Mehr Action beim Überholen

Der neue DTM-Boss Gerhard Berger hat es den Fans versprochen: Weniger die Technik und mehr die Fahrer sollen im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Es geht um mehr Rennaction und Transparenz. In Hockenheim wurde von diesen Absichten bereits einiges sichtbar. Jetzt am Samstag (20.05.17) und Sonntag am Lausitzring, den die Zuschauer aufgrund seiner ganz speziellen Bauweise sehr gut einsehen können, wird es vielleicht sogar noch mehr Überholmanöver geben - denn das einzige Trioval Deutschlands steht für absoluten Highspeed.

Spannung beim Re-Start

Der neue Re-Start nach dem Ende einer Safety-Car-Phase lässt das Fahrerfeld im Indy-Car-Style ganz eng zusammenrücken - zwei Autos warten nebeneinander auf das Ausgehen der Roten Ampeln. Gefragt sind ein perfektes Gefühl für Zeit und Raum, höchste Konzentration und Reaktionsschnelligkeit. Wie spannend so ein Szenario auch an der Lausitz werden kann, hat in Hockenheim das Duell vom Sonntagsrennen zwischen Jamie Green und Timo Glock gezeigt: Der Brite war etwas zu schnell auf dem Gas, der Deutsche dafür deutlich zu langsam.

Plötzlich Probleme an der Box

Weg vom maschinengleichen Perfektionismus, hin zu mehr Fehleranfälligkeit, aber auch Belohnung für mehr Geschick am Schlagschrauber - das steckt hinter der reduzierten Manpower beim ebenfalls reformierten Boxenstopp. Dass die adrenalingetränkte Situation im Rennen dabei immer noch etwas anderes ist als das Üben in der eigenen Garage, hat sich in Hockenheim ein paarmal gezeigt. Wie groß der Lerneffekt beim dritten und vierten Saisonrennen ist, wird sich nun in der Lausitz erweisen.

Reifen-Poker immer wichtiger

Ein Reifen mit anfangs mehr Grip, der aber dafür schneller abnutzt - mit diesen neuen Herausforderungen müssen die Fahrer 2017 umzugehen lernen. Wie man das perfekt macht, hat Mattias Ekström mit seiner furiosen Aufholjagd beim Samstagsrennen in Hockenheim gezeigt, als er mit einem ganz späten Stopp von Startplatz 17 auf fünf raste. Umgekehrt zeigte Timo Glock tags darauf, was schlechtes Reifen-Management für Folgen haben kann: Er rutschte von der Pole auf Rang acht ab. Am Lausitzring ist zumindest für den Samstag Regen möglich - die Wahrscheinlichkeit liegt bei rund 30 Prozent. Auch da ist dann wieder der perfekte Zeitpunkt für den Gummi-Wechsel gefragt.

Emotionen schon im Qualifying

René Rast

Rookie René Rast durfte sich freuen

Ein Qualifying zu gewinnen, war immer schon eine prima Sache, doch solch emotionale Jubelszenen wie an beiden Tagen in Hockenheim schon am Mittag vor den Rennen hat man zumindest in der DTM selten gesehen. Kein Wunder: Die Fahrer freuen sich 2017 nicht nur über die Pole und die weiteren vorderen Ränge in der Startaufstellung, sondern auch über Punkte. Die größte Überraschung beim Auftaktwochenende war der zweite Qualifying-Rang am Sonntag von Rookie René Rast - auf seine Performance darf man am Lausitzring ganz besonders gespannt sein.

Mücke und Ludwig am Mikro

sportschau.de ist natürlich wieder mit einem Live-Ticker dabei, die Qualifyings werden bei "ONE", die Rennen bei "Das Erste" übertragen - alles auch im Livestream auf sportschau.de, auf facebook und youtube.

Nachdem Mick Schumacher und Pascal Wehrlein beim Auftakt als Co-Kommentatoren viel Nähe und Fachkenntnis beisteuerten, sind nun zwei ganz erfahrene Strategen mit am Mikro: DTM-Legende Klaus Ludwig und der elfmalige DDR-Meister und Mücke-Rennstallchef Peter Mücke.

Stand: 18.05.2017, 23:17

Darstellung: