Uni-Freiburg findet Labordaten von Gebrselassie

Haile Gebrselassie

Nach ARD-Bericht: "Geheimsache Doping"

Uni-Freiburg findet Labordaten von Gebrselassie

Nach den neuesten Recherchen der ARD-Dopingredaktion hat die Universität Freiburg den Kontakt zum zweimaligen Olympiasieger und ehemaligen Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie bestätigt.

"Er war in der Tat 2004 hier. Die einzigen Unterlagen, die wir finden konnten, sind Labordaten. Die sind weitgehend unauffällig, aber das zeigt, dass er physisch anwesend war und Blut abgenommen bekommen hat", sagte Jörg Rüdiger Siewert, leitender ärztlicher Direktor der Uniklinik Freiburg, dem SWR. "Was er im damaligen Institut für Sportmedizin dann besprochen hat oder ob er Hinweise oder Empfehlungen bekommen hat, weiß ich nicht", sagte Siewert: "Darüber gibt es auch keine Aufzeichnungen."

Am Donnerstag hatte die ARD berichtet, dass in der Vergangenheit vom niederländischen Sportmanager Jos Hermens betreute Läufer Kontakt zum umstrittenen Freiburger Sportarzt Lothar Heinrich gehabt haben sollen. Heinrich gilt als eine der zentralen Figuren im Dopingskandal um den Radrennstall Team Telekom.

Gebreselassie bestreitet Doping

Ein anonymer Informant berichtet in der Dokumentation davon, dass Heinrich "Dopingpläne" für Leichtathleten erstellt habe. Hermens äußerte auf ARD-Anfrage, dass es zwar Kontakte einiger seiner Läufer zur Freiburger Sportmedizin gegeben habe, allerdings nicht zu Heinrich selbst.

In einem Artikel auf der offiziellen Homepage des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF aus dem Jahr 2004 soll Hermens allerdings selbst erklärt haben, dass Gebrselassie, einer seiner Schützlinge, Heinrich konsultiert habe. Gebrselassie sagte der ARD, dass er nie bei Heinrich gewesen sei und nie gedopt habe.

Stand: 04.08.2017, 19:57

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