Huck-Manager bietet Klitschko fünf Millionen Euro

Wladimir Klitschko / Marco Huck

Kommt es nun doch zum Kampf Huck vs. Klitschko?

Huck-Manager bietet Klitschko fünf Millionen Euro

Von Dirk Hofmeister

Für einen Moment sah es so aus, als könnte der Traum von Cruisergewichts-Weltmeister Marco Huck tatsächlich wahr werden. Für einen Kampf gegen Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko warf Hucks Management am Donnerstag (01.11.2012) ein Angebot von fünf Millionen Euro in den Ring. Die Ablehnung aus dem Klitschko-Lager ließ jedoch nicht lange auf sich warten.

Weniger als 20 Minuten benötigte Klitschko-Manager Bernd Bönte, um die Offerte aus Berlin abzulehnen. Zur Begründung wurden unterschiedliche TV-Verträge beider Boxer angeführt. "Man hätte uns auch 100 Millionen Euro bieten können", so Bönte. Huck-Promoter Kalle Sauerland betonte jedoch seine Absicht, er wolle "diesen Kampf auf jeden Fall möglich machen", wie der Sohn des Berliner Boxstall-Gründers Wilfried Sauerland erklärte. "Wir sind jederzeit auch für persönliche Gespräche bereit, um die Konditionen zu verhandeln. Dann werden wir sehen, ob die Klitschkos es ernst meinen oder ob sie letztendlich kneifen."

Angebot privat finanziert - Kampf sollte in Halle stattfinden

Kalle Sauerland

Zur Finanzierung des Boxkampfes wollte sich eine westfälische Unternehmensgruppe beteiligen, der Kampf sollte in Halle/Westfalen in der dortigen Gerry-Weber-Arena stattfinden. Der Sohn des Unternehmensgründers, Ralf Weber, verspricht trotz der Absage aus dem Klitschko-Lager, er werde "alles Erdenkliche unternehmen, um dieses Duell Wirklichkeit werden zu lassen." Huck kündigte nach der Absage auf seiner Facebook-Seite an, er wolle auf die Hälfte seiner Börse verzichten, damit der Kampf zustande kommen könne.

Cruisergewichts-Weltmeister Marco Huck hatte sich in den vergangenen anderthalb Jahren immer wieder ins Gespräch für einen Kampf gegen einen der Weltmeister Wladimir oder Vitali Klitschko gebracht. Während die Ambitionen des in Serbien geborenen Bielefelders zunächst belächelt wurden, sollen in den vergangenen Wochen bereits Gespräche zwischen Huck und Bönte über einen möglichen Kampf stattgefunden haben.

Sauerland-Boxer Povetkin, Pulev und Helenius lauern ebenfalls

Alexander Povetkin

Alexander Povetkin

Auch sein eigenes Management reagierte auf die Ambitionen von Huck zunächst skeptisch. Noch in dieser Woche sprach Huck-Trainer Ulli Wegner davon, man solle sich nicht zu viele Gedanken über ein Duell Huck gegen Klitschko machen. Dabei gibt es ganz realistische Chancen, im Jahr 2013 zumindest einen Boxer aus dem Sauerland-Boxstall gegen einen der Klitschko-Brüder im Ring zu sehen. Der Russe Alexander Povetkin ist beim Weltverband WBA offizieller Pflichtherausforderer von Wladimir Klitschko. Im Weltverband IBF ist der Bulgare Kubrat Pulev bereits Weltranglistenerster, hier will die IBF mit einem Ausscheidungsturnier einen Herausforderer bestimmen lassen. Und auch der Finne Robert Helenius könnte sich nach seinem Comeback Mitte November bereits 2013 in den Weltranglisten in Klitschko-Nähe herankämpfen.

Huck muss am Samstag WM-Gürtel verteidigen

Für Marco Huck steht trotz allem Wirbel um den zweiten Schwergewichtskampf seiner Karriere zunächst erst einmal eine Titelverteidigung seines Cruisergewichts-WM-Gürtels an. Am Samstag (3.11.2012) trifft er dazu in einem deutsch-deutschen Duell auf seinen schwäbischen Herausforderer Firat Arslan.

Stand: 01.11.2012, 21:21

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