Herber Rückschlag für Dominik Britsch
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Vorkämpfe von Bamberg
Herber Rückschlag für Dominik Britsch
Von Ronny Eichhorn
Dominik Britsch hat böse Prügel bezogen. Die große Mittelgewichtshoffnung des Sauerland-Boxstalls kassierte im Kampf um die EU-Meisterschaft gegen den Spanier Roberto Santos eine schwere Niederlage. Nach einem Niederschlag in der siebten Runde brach Ringrichter Daniel van de Wele den Kampf nach zahlreichen schweren Treffern des Iberers in Durchgang acht ab.
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Damit kassierte Britsch die erste Niederlage seiner Profikarriere, dazu eine richtig schmerzhafte. Für Santos war es eine gewisse Genugtuung, denn den ersten Kampf im Februar hatte Santos trotz eines Unentschieden eigentlich bereits für sich entschieden. Wohin der Weg des Neckarsulmers, der ja eigentlich Weltmeister werden will, führt, ist derzeit noch völlig offen.
Leberhaken nimmt Britsch die Luft
Britsch sagte nach dem Kampf: "Ich habe einen klassischen Lebertreffer bekommen, den ersten in meiner Karriere. Da konnte ich nicht mehr viel machen. Der Schlag hat mich einfach aus dem Konzept gebracht." Allerdings vergaß der 24-Jährige dabei, dass er in der siebten Runde bereits eine schwere Rechte zum Kinn nehmen musste. Zuvor hatte Britsch in einem engen Kampf deutlich mehr geschlagen, Santos aber die klareren Treffer gesetzt. Besonders im Infight zeigte der Schützling von Ulli Wegner große Deckungslücken. Nach dem schweren Leberhaken in der siebten Runde kam Britsch zunächst mit viel Glück in die Rundenpause. Doch Santos hatte Lunte gerochen und prügelte im achten Durchgang auf den Deutschen ein und setzte unzählige Treffer. Nach dem Sieg freute sich der Spanier: "Ich bin superglücklich über diesen Sieg. Ich wollte ihn von Beginn an unter Druck setzen, das hat geklappt. Ich habe mich viel bewegt. Wir haben gesehen, dass er dann auch langsam ein bisschen schwächer wird. Es ist hart für ihn - es tut mir für ihn richtig leid." Britsch musste nach dem Kampf im Krankenhaus eine sieben Zentimeter lange Wunde über dem Auge genäht werden.
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Umstrittener TKO-Sieg für Edmund Gerber
Edmund Gerber hat auch seinen 21. Profikampf gewonnen. Der 24-Jährige bezwang den Engländer Michael Sprott durch TKO in der vierten Runde. Allerdings hatte der Sieg einen schalen Beigeschmack. Denn obwohl Sprott nach einem Niederschlag vor dem Auszählen wieder bereit stand, brach Ringrichter Gerhard Sigl aus Wien den Kampf ab. Der entrüstete Sprott stürmte zu Sigl und schubste diesen zu Boden. Nach kurzer Zeit beruhigte sich die Szenerie: Der Engländer entschuldigte sich und umarmte Sigl. Dennoch schimpfte Sprott nach der Urteilsverkündung: "Wahrscheinlich kann man in diesem Land nicht gewinnen. Ich hätte auf jeden Fall noch weiterboxen können. Er hat mich um meinen Sieg gebracht." Damit hatte er nicht einmal ganz unrecht. Denn bis zu der starken Rechten zum Kinn hatte Sprott den Kampf diktiert und Gerber auch einige Male in Bedrängnis gebracht. Warum es beim Schützling von Karsten Röwer nicht so recht laufen wollte, konnte sich der Norddeutsche auch nicht erklären: "Als ich in den Ring kam, war ich aufgeregt. Das Wichtigste ist aber, dass ich heute gewonnen habe." Dass der Ringrichter den Kampf vorzeitig abbrach, konnte Gerber auch nicht ganz nachvollziehen. " Wenn es weiter gelaufen wäre, hätte ich weiter geboxt. Der Ringrichter hat den Kampf aber abgebrochen. Es ist nicht meine Entscheidung."
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Masternak nach Sieg vor EM-Kampf
Der Cruisergewichtskampf zwischen den beiden noch ungeschlagenen Mateusz Masternak aus Polen und dem Spanier David Quinonero versprach von der Papierform her viel Spannung und Klasse. Am Ende feierte der Pole einen TKO-Sieg, seinen 28., nachdem sein Gegner vor Beginn der achten Runde aufgab. Der Sieger darf nun gegen Europameister Alexander Alexeev ran. Der 36-jährige Quinonero, der vor dem Kampf bereits eine einjährige Pause eingelegt hatte, wird sich in die Rente verabschieden. Von Beginn an merkte man dem Spanier an, dass er schon ordentlich Rost angesetzt hatte. Masternak dominierte von der ersten Runde an, setzte unzählige Treffer. Allerdings zeigten die keine Wirkung bei Quinonero, obwohl sich bereits in der zweiten Runde bei ihm ein Cut unter dem linken Auge geöffnet hatte. So arbeitete sich der Pole an seinem Kontrahenten ab, bis dieser nach sieben Runden schließlich aufgab.
Nader löst Aufgabe problemlos
Marcos Nader hat sich im ersten Kampf des Abends für einen Titelkampf empfohlen. Der Mittelgewichtler aus Österreich feierte gegen den Franzosen Damien Bertu einen ungefährdeten Punktsieg nach zehn Runden. Jetzt soll es am 2. November erstmals in der Karriere des 22-Jährigen um einen Gürtel gehen. Gegen den deutlich größeren und mit einer größeren Reichweite ausgestatteten Bertu musste Nader durchaus einige Hände einstecken. Doch der sehr offen boxende Franzose musste auch viel einstecken. In der sechsten Runde kämpfte Bertu mit einer Wunde am linken Auge. Der 30-Jährige, der bereits sechs Niederlagen kassiert hatte, boxte auch in den folgenden Runden gut mit, Nader ließ sich aber nicht überraschen. Zeitweise sah es sogar nach einem vorzeitigen Sieg für den Österreicher aus. Doch Nader fehlte da doch noch die nötige Schlaghärte.
Stand: 15.09.2012, 22:46
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