Abraham krallt sich den WM-Gürtel
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WM-Kampf in Berlin
Abraham krallt sich den WM-Gürtel
Von Ronny Eichhorn
Arthur Abraham ist wieder da! Der 32-Jährige hat sich den Titel des WBO-Weltmeisters im Supermittelgewicht geholt. In Berlin setzte sich der Schützling von Trainer Ulli Wegner gegen den bisherigen Titelträger Robert Stieglitz durch. Nach zwölf abwechslungsreichen Runden sahen alle drei Punktrichter (116:112, 116:112, 115:113) den ehemaligen Mittelgewichts-Champion vorn.
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Der WM-Kampf in Bildern!
Arthur Abraham ist zurück! Der Schützling von Ulli Wegner hat seine Chance genutzt und den WM-Kampf gegen Robert Stieglitz einstimmig nach Punkten gewonnen. nach dem WM-Titel im Mittegewicht ist Abraham jetzt also auch Champion im Supermittelgewicht.
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Abraham packt den Hammer aus
Abraham überraschte die meisten der 10.000 Fans mit einem für seine Verhältnisse stürmischen Beginn. Nicht hinter der Doppeldeckung, sondern mit einigen Kombinationen und zwei, drei rechten Händen holte sich der Berliner die erste Runde. Danach taute Stieglitz auf. Mit seinen schnellen Händen zwang der den Wegner-Schützling an die Seile, konnte ihn aber nicht deutlich treffen. Abraham blieb aber nicht tatenlos und setzte - allerdings seltener - Konter. Im vierten Durchgang deutete sich dann ein schnelles Ende an. Plötzlich schlug es beim Weltmeister ein. Eine Rechte landete an der Schläfe - Stieglitz wirkte zum ersten Mal angeklingelt und kam nur mit viel Mühe in die Rundenpause. Nicht nur in dieser Szene zeigte Abraham alte Klasse, konterte blitzschnell und schlug nicht wie zuletzt viele wilde Schwinger.
Stieglitz muss viel einstecken
Der Dzemski-Schützling kam dann blitzschnell aus der Pause und versuchte, Abraham wieder unter Druck zu setzen. Der reagierte gelangweilt, provozierte - auch Pfiffe. Nach einem anschließenden fast einminütigen Gerangel musste Ringrichter Joe Cortez kurz eingreifen. Am Ende der Runde explodierte dann Abraham wieder. Er setzte klarste Treffer, doch Stieglitz blieb erneut stehen. Und in der siebten Runde feierte er eine Renaissance. Nach einer Rechten zum Kopf musste Abraham die Flucht ergreifen. In der Ringpause stellte Ulli Wegner - der an diesem Abend nur zufrieden war - dennoch klar: "Der hat doch Schiss vor deinen Schlägen." Und sein Schützling zeigte auch in den letzten Runden eine Selbstsicherheit wie seit Jahren nicht mehr.
Abraham bringt den Sieg locker nach Hause
Auch wenn Stieglitz trotz eines tiefen Cuts an der Augenbraue und zweier zugeschwollener Augen immer wieder marschierte und es versuchte, prallte er an der Doppeldeckung und einem klug konternden Abraham förmlich ab. Nach zehn Runden sah es fast nach dem verletzungsbedingten Ende aus, nachdem viel Blut ins Auge des Weltmeisters lief. Doch der Ringrichter entschied, den Kampf fortzusetzen. Die letzten Minuten genoss der Wegner-Schützling sichtlich, brachte den Sieg locker nach Hause und seinen Trainer fast ins Schwärmen: "Alles andere als ein Sieg wäre für mich und Arthur eine Katastrophe. Arthur hat gewonnen, weil er die taktische Linie eingehalten hat. Er hat seinen Stil durchgeboxt. Was er kann, hat er abgerufen."
Stand: 26.08.2012, 00:45