Verfolgung der Herren - Fakten zum Rennen

Simon Schempp

WM in Oslo

Verfolgung der Herren - Fakten zum Rennen

In der Verfolgung ist Martin Fourcade nach seinem Sieg im Sprint Topfavorit. Die deutschen Biathlon-Herren wollen um das Podest mitlaufen, müssen aber Rückstände aufholen.

Der Wettbewerb - Start am 06.03., 13.30 Uhr

Die Startreihenfolge ergibt sich aus dem Ergebnis des Sprints, die besten 60 sind qualifiziert. Die jeweiligen Sieger nehmen ihren Vorsprung mit auf die 12,5 km lange Strecke, die Verfolger starten anschließend mit den entsprechenden Abständen.

Geschossen wird wie im Einzel vier Mal, allerdings in der Reihenfolge liegend, liegend, stehend, stehend. Bei Fehlschüssen geht es in die 150 Meter lange Strafrunde.

Die Strecke

Die 2,5-Kilometer-Strecke der Biathlon-WM in Oslo

Es geht fünf Mal über eine Runde von 2,5 Kilometern. Die ersten 900 Meter sind dabei fast ausschließlich bergauf zu laufen. Kurz vor dem Schießstand dürfen sich die Athleten dann aber auf einer langen, leicht abschüssigen Geraden etwas ausruhen.

Letzte Sieger bei WM und Olympia

  • 2015 WM in Kontiolahti: Erik Lesser (GER)
  • 2014 Olympia in Sotschi: Martin Fourcade (FRA)

Favoriten

Keine Frage: Top-Favorit auf den Sieg ist Sprintsieger Martin Fourcade. Der Franzose geht mit 17 Sekunden Vorsprung auf den Sprint-Zweiten Ole-Einar Björndalen ins Rennen.

Die Chancen der Deutschen

Simon Schempp und Arnd Peiffer

Simon Schempp und Arnd Peiffer

Arnd Peiffer als Siebter nach fehlerfreiem Schießen bester deutscher Skijäger. Der als Mitfavorit gehandelte Simon Schempp beendete das Zehn-Kilometer-Rennen nach einer Strafrunde und einem Sturz kurz vor dem Ziel auf Platz acht. Im Verfolgungsrennen am Sonntag muss Peiffer 42 Sekunden aufholen, Schempp hat 44 Sekunden Rückstand.

Verfolgungs-Weltmeister Erik Lesser leistete sich zwei Schießfehler. Der Thüringer wurde 19. und startet am Sonntag 1:19 Minuten hinter Fourcade. Benedikt Doll musste dreimal in die Strafrunde, schaffte es als 33. nicht in die Top 30 und muss 1:41 Minuten aufholen.

Zitate

Simon Schempp über seinen Rückstand vor dem Verfolger: "Fünfter Platz wäre schon drin gewesen, das wäre doch ein sehr gutes Ergebnis. Für morgen ist es aber schon noch eine ordentliche Ausgangsposition. Bis Bronze sind 14 Sekunden, dass ist schon noch machbar. Man muss mit einem sehr, sehr guten Ergebnis am Schießstand durchkommen, ich fühl mich an diesem Schießstand ganz sicher und denke ich bin gut vorbereitet und freue mich auf morgen"

Arnd Peiffer: "Das Ziel ist weniger Ergebnis-,  sondern eher Prozessorientiert, wie die Psychologen so schön sagen. Ich versuche am Schießstand vernünftig  zu arbeiten. Und dann ein gutes Rennen für mich zu machen, dann wird man sehen, wie viel es wert ist am Ende. Das hängt ja auch ein bisschen von den anderen ab. Etwas weg vom Ergebnis, schaun, dass ich meine Leistung rüberkrieg, und mal sehn was dabei raus kommt"

Benedikt Doll: "Wenn es eine Top-30 Platzierung gibt, ist es klar nicht das, was man erreichen will. Aber es ist jetzt nicht komplett verkehrt und es gibt wieder ein paar Punkte aufs Konto. Und das ist mir auch wichtig. Morgen ist denk ich mal der Akku noch voll. Der Schnee war wirklich gut und es waren auch schnelle Bedingungen. Ich bin jetzt nicht komplett enttäuscht aber auch nicht glücklich. Drei Fehler  ist jetzt aber nicht das, was ich schießen will. Mein Anspruch sind keine drei Fehler zu schießen. Ich hoffe dass ich mich besser auf mich konzentrieren und gute Schießeinheiten abrufen kann" -

Martin Fourcade nach seinem Sprintsieg-Besuch in der Loge von Norwegens König Harald: "Ich habe dem König gesagt, dass ich noch mal wiederkommen werde"

Die DSV-Starter

  • Nach Platz 7: Arnd Peiffer (Rückstand 42 Sekunden)
  • Nach Platz 8: Simon Schempp (Rückstand 44 Sekunden)
  • Nach Platz 19: Erik Lesser (Rückstand 79 Sekunden)
  • Nach Platz 33: Benedikt Doll (Rückstand 101 Sekunden)

oja/dpa/sid

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