Start-Ziel-Sieg für Fourcade

Martin Fourcade

Biathlon-WM

Start-Ziel-Sieg für Fourcade

Dritter Sieg im dritten Rennen - der Franzose Martin Fourcade spielte im Verfolgungsrennen seine ganze Dominanz aus und lief zu einem souveränen Triumph. Die deutschen Biathleten gingen leer aus.

Beim letzten Schießen öffnete Fourcade eine kleine Tür für die Konkurrenz, aber die konnte sein "Angebot" nicht nutzen. Auch die aussichtsreich im Rennen liegenden deutschen Starter, Erik Lesser und Arnd Peiffer, gaben ihre Topplatzierung aus der Hand. Am Ende lief Fourcade kurz vor dem Ziel an einem Spalier der Betreuer vorbei und siegte souverän vor den beiden Lokalmatadoren Ole Einar Björndalen und Emil Hegle Svendsen. Bester Deutscher war Titelverteidiger Erik Lesser auf Rang sieben.

Fourcade sicher und schnell

Beim ersten Liegendschießen zeigte Fourcade keine Schwächen und traf alle Scheiben. Der Franzose verließ den Schießstand, als seine Verfolger gerade erst ankamen. Auch Arnd Peiffer kam fehlerfrei durch und schob sich auf Platz vier nach vorn. Simon Schempp verfehlte ein Ziel und fiel etwas zurück. Auch im zweiten Liegendschießen gab sich Fourcade keine Blöße und räumte alles ab. Sein Vorsprung wuchs auf über 50 Sekunden. Arnd Peiffer präsentierte sich am Schießstand auch in glänzender Form und ging als Zweiter weg. Titelverteidiger Erik Lesser schob sich mit zwei fehlerfreien Schießeinlagen von Rang 19 auf sieben vor. Simon Schempp leistete sich dagegen zwei weitere Fehler und fiel zwischenzeitlich auf Rang 24 zurück.

Björndalen wieder vorn dabei

Martin Fourcade

Martin Fourcade war trotz dreier Schießfehler nicht zu schlagen.

Beim ersten Stehendschießen schoss Fourcade zwar eine Strafrunde, aber bei seinem Riesenvorsprung geriet er nicht in Gefahr. Altmeister Björndalen schob sich auf Rang zwei nach vorn, unter anderem weil auch Peiffer eine Strafrunde drehen musste. Dafür lief Lesser mit einer weiteren fehlerfreien Serie in die Spitze vor und lieferte sich zwischenzeitlich mit Johannes Thingnes Bö und Emil Hegle Svendsen einen Kampf um Platz drei.

Ärgerliche Patzer beim letzten Schießen

Erik Lesser

Titelverteidiger Erik Lesser zwar entthront, aber zufrieden.

Beim letzten Schießen hätte das Feld noch mal durcheinandergeraten können. Fourcade schoss zwei Mal daneben und kreiselte, während die Konkurrenz volles Risiko gehen musste. Für Lesser und Peiffer ging das leider nicht auf. Beide schossen jeweils zwei Fehler und verabschiedeten sich damit aus dem Medaillenrennen. Lesser erklärte seine Taktik beim letzten Schießen so: "Ich hab versucht, Druck zu machen auf Svendsen und Bö. Ich hab es über die Geschwindigkeit versucht und wurde bestraft. Ich bin aber trotzdem zufrieden mit meinem Rennen und hab ein ordentliches Spektakel geliefert. Ich habe mich als Titelverteidiger ganz gut in Szene gesetzt." Da auch die übrigen Verfolger nicht fehlerfrei blieben, konnte Fourcade seine Führung behaupten. Auf Rang zwei lief Björndalen auf die letzte Runde, gefolgt von seinen Teamkollegen Svendsen und Bö.

Schempp erneut unter den Geschlagenen

Bis auf Lesser verpassten alle deutschen Starter die Top-Ten-Ränge. Peiffer landete am Ende als zweitbester Deutscher auf Rang 13 und haderte mit seinem Stehendschießen: "Ein Fehler kann passieren. Beim letzten Schießen die zwei sind halt ärgerlich. Da muss die Null kommen, wenn man vorne mitmischen möchte. Das ärgert mich dann schon, dass es am Schießstand heute nicht so funktioniert hat." Simon Schempp hatte mit vier Schießfehlern ebenfalls nichts mit den Podestplätzen zu tun. Er wurde mit mehr als anderthalb Minuten Rückstand 18. und war entsprechend gefrustet: "Ich habe mir mehr vorgenommen. Es ging eher nach hintern los, ich bin schon enttäuscht. Aber es kommen noch Chancen, hoffentlich kann ich die nutzen." Einen noch schlechteren Wettkampf erwischte Benedikt Doll. Er war nach dem Sprint als 33. ins Rennen gegangen und konnte sich mit insgesamt sechs Schießfehlern nicht verbessern - im Gegenteil: Doll wurde am Ende 39.

ake/dpa | Stand: 06.03.2016, 14:14

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