Bronze für deutsche Damenstaffel

Staffel-Damen Biathlon-WM

Biathlon-WM in Oslo

Bronze für deutsche Damenstaffel

Die deutschen Biathlondamen laufen bei der WM in Oslo zur nächsten Medaille: Nach einem intensiven Staffelrennen gab's Bronze für das Quartett Franziska Preuß, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Laura Dahlmeier.

Franziska Preuß sorgte für den soliden Auftakt: Null Fehler beim Liegendanschlag, null Fehler - bei zwei Nachladern - beim Stehendschießen - die Wasserburgerin übergab als Siebte an Franziska Hildebrand. 23,6 Sekunden lag das Deutsche Quartett hinter der Spitze mit Finnland, Japan und Österreich.

Hildebrand bringt Deutschland ran

Staffel-Damen Biathlon-WM

Hildebrand brachte das deutsche Team wieder heran: Nach einem fehlerfreien Liegendanschlag kehrte sie als Fünfte in die Loipe zurück, der Rückstand zur Spitze nur noch 12,5 Sekunden. Und Hildebrand blieb weiter cool - in der Loipe und auch beim zweiten Schießen. Wieder kein Fehler, wieder den Rückstand verkürzt: Hildebrand führte die deutsche Staffel erst auf Platz drei, bei der Übergabe auf zwei: Nur 2,5 Sekunden hinter den beim Wechsel führenden Kanadierinnen ging Maren Hammerschmidt auf die Strecke.

Starke Vorstellung von Hammerschmidt

Maren Hammerschmidt

Maren Hammerschmidt

Und Hammerschmidt nutzte die Vorlage von Preuß und Hildebrand. Während andere wie die hoch gehandelten Ukrainerinnen beim Schießen patzten, blieb die Hessin liegend ohne Fehler. Frankreich, Tschechien, Deutschland, Norwegen - diese vier Teams jagten Kopf an Kopf zurück in die Loipe. Auch zwei Nachlader beim Stehendschießen brachten die 26-Jährige nicht aus dem Konzept. Denn fast alle patzten und Hammerschmidt war immer noch auf Platz drei. Der Rückstand jetzt 15,6 Sekunden.

Norwegen vs. Deutschland vs. Frankreich

Als Zweite übergab Hammerschmidt an Schlussläuferin Laura Dahlmeier. Die Verfolgungsweltmeisterin lag 23,3 Sekunden hinter den führenden Norwegerinnen, fünf Sekunden Vorsprung hatte sie auf die Französinnen auf Platz drei. Der deutliche Vorsprung der Norwegerin Maret Olsbu, die in der Loipe auf über 30 Sekunden davongelaufen war, war nach zwei Nachladern beim Liegendschießen wieder geschrumpft. Und auch die Französin Marie Dorin Habert musste zwei Zusatzkugeln nutzen - Laura Dahlmeier machte sich 17,5 Sekunden hinter Olsbu auf eine einsame Jagd, Dorin Habert lag über zehn Sekunden zurück.

Dahlmeier sichert Bronze

Staffel der Damen

Der Showdown um die Medaillen beim letzten Schießen: Olsbu mit rund 20 Sekunden Vorsprung im Stadion, Dorin Habert fast wieder an Dahlmeier dran. Und Olsbu patzte erneut: Wieder zwei Fehlschüsse, wieder zwei Nachlader. Dorin Habert fehlerfrei und schnell, aber auch Dahlmeier cool und ohne Fehler. Mit 8,8 Skeunden Rückstand (Dorin Habert) und 11,6 (Dahlmeier) ging's auf die letzten Kilometer. Und da musste sich Dahlmeier den an diesem Tag laufstarärkeren Kontrahentinnen beugen: Olsbu sicherte dem norwegischen Damenquartett die Goldmedaille vor den Französinnen (+5,3 Sekunden) und dem deutschen Team (+28,6 Sekunden).

Gold nicht verpasst, sondern Bronze gewonnen

"Ich bin glücklich mit Bronze. Ich hab gesehen, dass die anderen heute sehr stark waren und ich Null schießen musste, erklärte Dahlmeier nach dem Rennen, indem es ihr läuferisch nicht ganz so gut ging. "Ich habe gemerkt, dass es für mich zu heftig war". Das Quartett war sich einig: "Wir sind nicht enttäuscht, wir haben gewusst es wird extrem hart", so Franziska Preuß. Entspannt war auch Maren Hammerschmidt nach ihrem ersten Staffel-Rennen bei einer WM: "Ich finde es riesig in der Staffel zu laufen und am Ende kommt dann Bronze dabei raus," so die 26-Jährige. Franziska Hildebrand wirkte nach den knapp verpassten Einzelmedaillen jetzt sichtlich gelassener: "Ich habe mich deutlich besser gefühlt als im Einzel. Ich werde das jetzt für mich konservieren und am Sonntag wieder herausholen." Und wirklich schlecht war das Quartett ja auch nicht: "Wir haben lange gegengehalten, das darf man neidlos anerkennen, sie waren heute einfach stärker," fasste "Hildi" den insgesamt doch ganz gelungenen Auftritt zusammen.

Die Bilder der Damenstaffel

Die norwegischen Damen sicherten sich in einem furiosen Rennen Staffelgold vor den Quartetts aus Frankreich und Deutschland. Die Bilder zum Rennen.

Staffel der Damen

Dahlmeier sichert dritten Platz

Bronze gewonnen oder den Titel verloren? Die deutschen Biathlon-Damen sind nach Staffel-Gold im Vorjahr bei dieser WM Dritte geworden. Schlussläuferin Laura Dahlmeier musste auf ihrer Schlussrunde der Norwegerin Marte Olsbu und der Französin Marie Dorin Habert den Vortritt lassen. "Ich brauchte nach dem Zieleinlauf ein paar Minuten, bis ich mich richtig freuen konnte", bekannte Dahlmeier nach dem Rennen. Aber auch: "Ich bin müde. Ich habe heute gemerkt, dass es nicht so gut läuft."

Dahlmeier sichert dritten Platz

Bronze gewonnen oder den Titel verloren? Die deutschen Biathlon-Damen sind nach Staffel-Gold im Vorjahr bei dieser WM Dritte geworden. Schlussläuferin Laura Dahlmeier musste auf ihrer Schlussrunde der Norwegerin Marte Olsbu und der Französin Marie Dorin Habert den Vortritt lassen. "Ich brauchte nach dem Zieleinlauf ein paar Minuten, bis ich mich richtig freuen konnte", bekannte Dahlmeier nach dem Rennen. Aber auch: "Ich bin müde. Ich habe heute gemerkt, dass es nicht so gut läuft."

Norwegen gewinnt Gold

Bei den Norwegerinnen lief es dagegen ganz fabelhaft. Über das gesamte Rennen waren die WM-Gastgeberinnen bei ihrem Heimsieg nie weiter als 13 Sekunden von der Spitze entfernt. Am Ende und nach schnellen 4x6 Kilometer konnte sich das Quartett Solemdal/Birkeland/Eckhoff/Olsbu über Gold freuen. Der zweite Platz ging an das französische Quartett in der Besetzung Braisaz/Bescond/Chevalier/Dorin Habert.

Silber nach Frankreich

Der zweite Platz ging an das französische Quartett in der Besetzung Braisaz/Bescond/Chevalier/Dorin Habert. Die nun schon fünffache Medaillengewinnerin Dorin Habert sagte nach dem Rennen und über ihren erfolglosen Versuch, die Norwegerin Marte Olsbu noch zu stellen: "Ich habe versucht, Marte zu fangen. Aber ich freue mich für sie. Sie hat den Titel verdient. Aber ich freue mich für uns uns über Silber ebenso."

Bronze für DSV-Quartett

Die deutschen Damen gewinnen in der Besetzung Franziska Preuß, Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt, Laura Dahlmeier die Bronzemedaille.

Schrecksekunde am Start

Das Rennen ging mit einer Schrecksekunde los. Geburtstagskind Franziska Preuß stürzte auf der ersten Runde, zerbrach sich den Stock und fiel aus dem Feld zurück.

Aufholjagd Preuß

Mit dann wieder zwei Stöcken machte Preuß aber ordentlich Tempo.

Preuß nach dem ersten Schießen vorn

Nach dem ersten Schießen war Preuß aber wieder dran und übernahm die Spitze. Im Stehendanschlag brauchte sie zwei Nachlader und übergab mit 25 Sekunden Rückstand. Nach dem Rennen sagte Preuß übrigens: "Es war ein hart erkämpfter dritter Platz. Von daher sind wir glücklich. Es hätte auch gar kin Platz auf dem Podest sein können."

Hildebrand übernimmt ...

Wie schon bei der Mixed-Staffel lief Franziska Hildebrand auf Position zwei. Die gebürtige Sachsen-Anhalterin, die bei der WM noch ohne Medaille blieb, sagte nach dem Rennen: "Es waren alles sehr gute Einzeleregnisse. Aber die Medaille hat noch gefehlt. Natürlich würde ich mich noch über eine Einzelmedaille freuen, denn die Leistungen haben gezeigt, dass ich es drauf habe. Aber die anderen sind auch keine Bratwürste."

... und trifft

Dank einer fehlerfreien Vorstellung beinm Schießen führte Hildebrand die Staffel auf den zweiten Platz. Hinter Kanada, aber vor allen Konkurrentinnen im Kampf um die Medaillen.

WM-Staffel-Neuling hält Platz zwei

Maren Hammerschmidt konnte zwar Sprintweltmeisterin Tiril Eckhoff nicht halten, wechselte aber ebenfalls als Zweite auf Laura Dahlmeier.

Hammerschmidt: "Brutal"

Hammerschmidt, die vor ein paar Jahren schon ans Aufhören dachte und sich nun eine Bronzemedaille umhängen darf, jubelte nach dem Wettkampf: "Ich freue mich wahnsinnig, bei der WM dabei sein zu dürfen. Und dann noch Staffel laufen. Und dann kommt noch Bronze dabei heraus. Ich finde es brutal."

Dahlmeier am Schießstand eine Bank

Die deutsche Schlussläuferin Laura Dahlmeier war am Schießstand einmal mehr eine Bank und blieb ohne Fehler.

Platz drei gesichert

In der Loipe waren zwei andere an diesem Tag aber nicht zu knacken: Dahlmeier sicherte der deutschen Staffel Bronze.

Bärenstarke Norwegerin Olsbu

Norwegen hatte mit Marte Olsbu auf der vier für einiges Erstaunen gesorgt, doch die 25-Jährige erwies sich als so laufstark, dass sie ihre vier Nachlader locker kompensieren konnte.

Norwegen jubelt

Unter dem Jubel der norwegischen Fans ...

Der Gold-Moment

hielt sie Weltmeisterin Marie Dorin Habert auf Distanz und lief das heimische Quartett zum Sieg.

Die Gold-Klamotte

Und passend zur Goldmedaille gab es bei den Norwegerinnen die von den Langläuferin bereits durchaus bekannte Goldjacke.

Bundestrainer Hönig gerührt

Vor den Augen von Bundestrainer Gerald Hönig ...

Selfie bei der Siegerehrung

... war das deutsche Team letztlich mit Bronze dennoch zufrieden. Und auf der Siegerehrung gab es das passende Selfie dazu ...

Der Medaillenbiss

... und das Siegel "Geprüfte Qualität". Ja, das ist echtes Material.

br

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